Emfindest Du ähnlich?

Die aktuelle Phase, in der wir als Menschheit stecken, ist eine wahre Herausforderung. Erst Corona, jetzt Black-lives-matters – Ende nicht in sicht. Rezession, hohe Arbeitslosigkeit, wirtschaftliche Zusammenbrüche sind nur ein paar der großen schwarzen Wolken, die über unser alle Köpfe kreisen. Neben den bereits vorhandenen aber nicht minder wichtigen Themen wie Hungersnöte, Klima etc. Ich habe schon vor Jahren gesagt, dass die Menschen auf die Straße gehen werden, und ich halte das auch grundsätzlich für richtig. Es braucht offensichtlich global und kollektiv eine Katharsis, damit Neues entstehen kann. Wie gelingt es bei so vielen Einflüssen, Impulsen, Nachrichten, Fake-News, Gruppierungen, Gegenbewegungen etc. die für einen selbst gültige Wahrheit zu erkennen?

Gibt es momentan überhaupt DIE eine wahre Wahrheit?

Gefühlt wird grad alles auf den Kopf gestellt. Überall spürt man es brodeln, so viele Systeme werden hinterfragt, Stimmen erheben sich und die Suche nach Sicherheit und Wahrheit gleicht einem riesigen Puzzlespiel. „Bleib zentriert“, schrieb mir vor ein paar Tagen die liebe Astrologin Silke Schäfer. „Ja, mache ich doch“, dachte ich noch für mich, und schon kam kurz darauf eine Situation, die mein ‚Zentriert-sein‘ richtig auf die Probe stellte.  

Aus der Mitte – in die Mitte – gestärkt, klarer und heiler 

Seit einigen Tagen beobachtete ich an mir eine wachsende Unruhe. Mittlerweile weiß ich, dass dann wieder ‚etwas ansteht‘. Mir flog das gewichtige Wort ‚Weisheit‘ um die Ohren und ich wusste nicht, warum es mich so sehr berührte und wie ich es in meinen Alltag integrieren sollte. Meiner Intuition folgend meldete ich mich zu einem Kurz-Workshop an, der die Frage stellte: Wie gelingt es Dir, Deine innere Freiheit zu 100% zu leben. Wo spürst Du noch Begrenzungen, wo setzt Du Dir selbst Begrenzungen? Offensichtlich gab es da etwas zu entdecken. Und in der Tat zeigte sich eine Emotion, von der ich nicht wusste, ob sie meine war: SCHAM. Tief sitzende Scham zeigte sich. Dieses Gefühl zu spüren und dann zu integrieren war in dem Moment schmerzhaft. Sehr schmerzhaft. Mit den Jahren habe ich Hingabe gelernt – Hingabe für den Prozess, den ich liebevoll ‚Phönix-Prozess‘ nenne.

Der Phönix-Prozess

Auch in meinen Coachings arbeite ich mit dieser Methode. Ich begleite meine Klienten und halte den Raum für das, was sich in einem Moment ihrer ganz persönlichen Wahrheit an Bildern und Gefühlen zeigt. Es ist immer wieder eine Freude zu sehen, welche Wandlung sich vollzieht, wenn Menschen sich diesem Prozess hingeben und wie viel heller sie im Anschluss strahlen. In solchen Momenten geschieht Heilung und Ganz-Werden – als einzigartiger und großartiger Mensch.

Für mich persönlich ist nicht mehr relevant zu wissen, ob dieses Gefühl nun wirklich zu mir gehört, es von meinen Vorfahren übertragen wurde oder aus dem Kollektiv der Menschheit ist. Das Gefühl IST, und es will wahrgenommen und geheilt werden. Letztlich sehr leicht – aber nicht einfach. Denn wir alle haben gelernt, unangenehme Gefühle zu verdrängen, anstatt sie zuzulassen und anzunehmen. Leider schaffen wir dadurch Abkapselungen und unsichtbare Mauern in uns. Wir grenzen etwas aus, was zu uns gehört. Die Gefühle wandern ins Unterbewusstsein und arbeiten dort. Meine Erfahrung hat mir gezeigt, dass sie sich dennoch ihren Weg suchen. Oftmals in Form von Krankheiten, aber das ist ein anders Kapitel.

Meine Erkenntnis aus dem Prozess

Ich mache es kurz: Ja, ich begrenzte mich noch. Ja, ich erlaubte mir nicht zu 100% meine Freiheit zu leben. Freiheit-leben bedeutet nämlich für mich, nicht nur all meine Gefühle zu fühlen, sondern sie auch zu zeigen. Nicht nur heimlich und zuhause, sondern auch öffentlich. Und genau in dem Punkt hatte ich noch einen weißen Fleck. Ich hatte noch begrenzende Gedanken. Deshalb verschloss ich mich auch in vielen Situationen lieber vor dem, was sich grad auf der Welt zeigt. Um meine Gefühle nicht öffentlich zu zeigen. Und da sind Gefühle der Wut, der Ohnmacht und eben auch eines, das sich unbedingt noch stärker zeigen will – mein Mit-Gefühl.

Jetzt erlaube ich meine Freiheit. Ich erlaube mir mein tiefes Mitgefühl zu zeigen – auch dann, wenn Tränen kommen. Das passiert bei mir nämlich immens schnell. Und ja, deshalb schwang eben offensichtlich auch noch Scham mit.  Das wollte ich nicht. Das verschloss ich, denn Tränen sind doof – den Stempel der Heulsuse wollte ich schon in der Jugend nicht.

Jetzt erlaube ich mir, mich berührt zu zeigen. Mich berührt der Kampf, der global stattfindet. Mich berührt die Hilflosigkeit, die zu spüren ist, die Wut, die Aggressivität, die verzweifelten Versuche, bestehende Systeme zu verteidigen, die Verwirrung, die herrscht, die vermeintliche Ungerechtigkeit und, und, und. Ich fühle – und die Scham, die in der Vergangenheit dabei war, ist weiter mit dabei.  Aber sie hindert mich nicht, aus meiner inneren Freiheit heraus darüber zu schreiben und zu reden. Das ist für mich Freiheit!

Ich laden Dich ein: Lass Dich berühren von dem, was grad auf der Welt geschieht. Fühle! Zeig Dein Mensch-Sein!

Alle Gefühle dürfen sein. Sie sind Teil von uns und haben ihre Berechtigung. Wenn wir sie integrieren, können wir heil werden. Noch heiler. Das lässt uns MENSCH-SEIN. Wahrer Mensch, mit all den hellen und dunklen Seiten, mit all unserer Verletzlichkeit, mit all unserer Größe, mit all unserer Einzigartigkeit.  Von dem Moment an, wo wir uns auf die Entdeckungsreise zu all unseren verborgenen Gefühlen begeben, lernen wir, dass es immer leichter wird, sich kurz aus der eigenen Mitte zu begeben, um im Anschluss stärker und stabiler wieder in der Mitte zu sein. Das, was sich bei mir als Scham zeigte kann bei Dir unterdrückte Wut sein, ein nicht geheiltes Gefühl der Schuld, Neid oder Gier, tiefer Kummer oder Stolz, hinter dem sich pure Hilflosigkeit verbirgt. All dies sind zutiefst menschliche Gefühle, die wir integrieren dürfen. 

Was, wenn wir uns in diesen Tagen immer mal wieder aus unserer vertrauten eigenen Mitte bewegen?

Nur für einen kurzen Moment. Was, wenn wir dafür unser vertrautes EGO verlassen und nur mal fühlen? Jetzt, in dieser globalen Krise, die uns alle fordert, braucht es Menschen, die sich berühren lassen, die  fühlen, die hinterfragen, die freiwillig ihre Seifenblasen-Welt zerplatzen lassen um sich dem Neuen zu öffnen. Denn das Alte wird es nicht mehr geben. Das ist für mich die einzige Wahrheit, die es momentan gibt. DAS ist die Chance eine Welt zu gestalten, in der wahres Mensch-Sein eine Selbstverständlichkeit ist. Und ich habe gehört, dass die Sterne dafür sogar gut stehen, auch wenn es nicht immer so aussieht 😉

Wie steht es um Dich? Kannst Du stabil und weich agieren und reagieren?

Oder fühlst Du dich grad hin und her geworfen wie ein Tischtennisball im Windkanal? Oder denkst Du, dass sich letztlich alles wieder beruhigen wird? Oder siehst Du die Chancen der Neugestaltung und scharrst schon mit den Hufen, weil Du in die Co-Creation für eine Neue Welt einsteigen möchtest.

Falls Du Tischtennisball-Gefühle hast, melde dich bitte unbedingt bei mir. Nicht nur, dass ich Dir gerne meine Zeit schenken möchte, damit Du etwas mehr Stabilität erlangst. Ich schenke Dir auch gerne ein Audiodatei mit einer Übung, um Dich zu zentrieren.

Und falls Du zu denjenigen gehörst, die abwarten – wunderbar. Es braucht besonnene Menschen, an denen sich die Wellen des Sturms brechen. Ich wünsche Dir von Herzen, dass Du mit dieser Haltung gut weiter durchs Leben surfen kannst.

Und falls Du etwas Neues gestalten willst, habe ich hier ein Angebot für Dich: Ich gründe gerade eine Gruppe nach dem Modell ‚Power-of-eight‘ von Lynne Mc Taggert. Falls Du Intentionen setzen möchtest und – wie ich – darauf vertraust, dass diese Realität werden, dann melde dich gerne bei mir.

Ich wünsche Dir aus tiefem Herzen, dass Du in diesen stürmischen Zeiten stabil wie Bambus bist. Gregg Braden erläuterte, zusammen mit weiteren großen Lehrern wie Bruce Lipton, Lynne und einer Dozentin des HeartMath Institutes in einem langen Zoom, was die neuen Säulen der Resilienz sind: Leben, Freiheit, Vorstellungskraft und Gemeinschaft. 

Falls Du Ideen oder Anregungen hast, wie wir gemeinschaftlich einen Beitrag leisten können, um das Mensch-Sein in der Welt zu fördern. Lass es mich gerne wissen.

Und beim nächsten Mal berichte ich über meinen neuen Online-Kurs. Mitte Juli geht’s los. Ich freue mich schon sehr!

Alles Liebe zu Dir